Wetter Aktuell !

Schweinfurt


Aktuelle Wetterdaten


WETTERBILANZ NOVEMBER 2022

Der dritte Herbstmonat verlief durchgängig sehr warm. Er war zweigeteilt: Die ersten 18 Tage hatten ein Temperaturmittel von 8,8 °C und brachten alle 18 Tage Maxima über 10 Grad. Am 19. November folgte ein plötzlicher Wintereinbruch, der aber nur 2 Tage dauerte. Danach kam eine zwar kühle Periode bis Monatsende, die aber trotzdem noch über dem Monatssoll lag. Der erste Frost stellte sich sehr spät am 13. November ein (Solltag 15. Oktober). Der Monat schloss also warm ab.

NIEDERSCHLAG: Wird 2022 ein extremes Dürrejahr mit hohem Niederschlagsüberschuss? Diese scheinbar absurde Frage stellte sich Ende September - und wurde im (nicht ganz so) nassen Oktober aktueller. Der Novemberniederschlag lag zwar etwas unternormal, änderte aber nichts an dieser Vermutung. Schließlich fehlen am Monatsende nur noch 23,7 mm zum Jahressoll von 651 mm! Es fielen zwar oft Niederschläge, aber jeweils meist nur in geringen Mengen. Am 19. November fiel der erste Schnee. Im Gegensatz zum ersten Frost war die Verspätung des ersten Schnees weniger dramatisch: Solltag 15. November. Insgesamt hatte der November ein leichtes Defizit.

Die Sonne schien viel und erreichte am 21. November ihr Monatssoll von 54 Stunden. Danach mochte sie nicht mehr so recht; sie ließ sich fortan nur noch wenige Minuten am Tag blicken. Bekanntlich wurde das Jahressoll von 1666 Stunden heuer schon am 9. August (!!!) erreicht.

Die Bewölkung war im Durchschnitt ziemlich "normal", brachte aber nur einen heiteren Tag.
Die Luftfeuchtikeit war durchgängig extrem hoch.
Der Wind wehte fast ohne Ausnahme ungewöhnlich schwach. Nur am 19. November blies er etwas stärker.

Unsere Recherche aus der Statistik behandelt das Thema WEISSE WEIHNACHTEN
"Leise rieselt der Schnee....." - dokumentiert die romantische Vorstellung von Weihnachten in einem bekannten Lied. Im warmen fränkischen Flachland sind weiße Weihnachten wohl eher selten, besonders in Zeiten der Klimawerwärmung. Dazu kommt noch die meteorologische Tatsache, dass gerade zu dieser Zeit die Singularität des Weihnachtstauwetters herrschen sollte. Aber trotzdem gibt es auch in unserem Raum "Weiße Weihnachten"!

Unter "WEISSE WEIHNACHTEN" versteht man eine geschlossene Schneedecke vom 24. bis 26. Dezember (Neu- oder Altschnee).

Für die Standardperiode 1961-1990 wurde in Schweinfurt ein Mittel von 7,5 Jahren berechnet. In den 30 Jahren 1952-1981 gab es hier im Durchschnitt noch alle 6 Jahre WW. Besonders "weiß" war es an Weihnachten 1981 mit einer Schneedecke von bis zu 30 cm.
In den 29 Jahren 1981-2009 lag nur dreimal Schnee: 1981, 1986 und 2001, also im Durchschnitt nur noch alle 9,7 Jahre. Danach folgten 8 Jahre mit den üblichen "grünen" Weihnachten.

Unvergessen bleibt aber Weihnachten 2010: Gewaltige Schneemassen stürzten vom Himmel. Eine Rekord-Schneedecke von 36 cm Höhe lag am Heiligen Abend auf dem Land! Dies war nicht nur das "weißeste" Weihnachtsfest; so viel Schnee lag überhaupt noch nie im ansonsten schneearmen Schweinfurt seit Beginn der PWSD-Messungen 1952!

2010 war aktuell das letzte WW. Weihnachten 2011 bis 2021 blieb es grün, also in 11 Jahren. An Weihnachten 2021 gab es am Heiligen Abend Regen und Schnee; von den 9,1 mm betrug der Schneeanteil 6,7 mm. Kurzzeitig bildete sich eine Nass-Schneedecke von 1 cm Höhe. Von Weißen Weihnachten konnte man im vorigen Jahr also absolut nicht sprechen.
01.12.2022

Im folgenden Datenteil sind alle Sollwerte der Vergleichsperiode 1961-1990 in Klammern gesetzt: Werte des NOVEMBER 2022.

Temperatur:
T-Mittel 6,9 (3,7) °C, Mittel der Maxima 10,9 (6,9) °C und der Minima 3,3 (0,4) °C, am Boden 2,4 °C.
MAXIMUM 16,9 (14,6) °C am 1. November. MINIMUM -2,3 (-7,3) °C am 20. November, am Boden -3,2,x °C.
Gezählt wurden: 18 (8) Maxima über 10 Grad, kein (2) Dauerfrosttag, 1 (0) Minimum über 10 Grad, 5 Fröste (15) und 5 Bodenfröste (19)
Die tiefen Bodentemperaturen:
In 1 m Tiefe Fall von 13,3 auf 10,1 °C.
In 2 m Tiefe Fall von 13,4 auf 11,7 °C.
In 3 m Tiefe Fall von 13,9 auf 13,1 °C.
Feuchtigkeit:
Luftfeuchtigkeit 89,7 (83) %. Minimum 39,0 % am 13. November.
Niederschlag 47,7 (56) mm = 85,2 % vom Soll, gefallen an 20 Tagen, davon 19 (17) Tage ab 0,1 mm, 14 (10) Tage ab 1,0 mm und kein (2) Tag über 10 mm: Maxima 7,2 mm am 18. und 19. November.
Schnee fiel 8,6 (9) mm an 2 (5) Tagen. Eine geschlossene Schneedecke lag an 2 (3) Tagen bis 8 cm Höhe am 19. November.
Verdunstung 8,7 (14) mm, pH-Wert: 5,06.

Weitere Daten:
Windweg: 1124,3 km = 1,56 (3,41) km/h = 0,43 m/s - extrem schwach.
Bewölkung: 76,7 (79) %. 1 (2) heiterer Tag unter 20 %, 12 (8) wolkige Tage, 17 (20) trübe Tage über 80 %.
Sonne: 60,2 (54) Stunden, also 111,5 % vom Soll. 5 Tage verliefen ganz ohne Sonnenschein, 15 Tage mit weniger als eine Stunde.
Gewitter: keines (0).
Es gab keinen Sturm (1,2).
Nebel an 22 (12) Tagen.

HISTORISCHES
In der 1952 begonnenen PWSD-Geschichte ragen November 1985 mit 0,4 °C und November 1994 mit 8,1 °C im T-Mittel heraus.
Maxima über 20 Grad hatten November 1955, 1962, 2010 und 2020. Der späteste 20-Grad-Tag war der 14. November 2010.
FROST brachte November 1952 in 27 Nächten, außerdem 27 Bodenfröste im November 1952 und 1985. November 1994 verlief frostfrei, allerdings brachte der Oktober davor bereits 6 Fröste
Im winterlichen November 1985 gab es 14 Eis- oder Dauerfrosttage!
T-Extreme: Maximum 21,3 °C am 2. November 2020.
Minimum am 25. November 1956 mit -14,6 °C, am Boden -16,7 °C.
Nässester November: 130,1 mm 1952.
Trockenster November: 0,0 mm 2011, also nur einige unmessbare Tropfen; der absolut trockenste MONAT der Geschichte.
SCHNEE: 30,0 mm in Schneeform fielen im November 1981. In 20 Jahren verirrte sich keine Schneeflocke im November.
Eine geschlossene Schneedecke lag an 15 Tagen im November 1952 und an 13 Tagen im November 1998.
Sonnenextreme: 126,2 Stunden im November 1989.
Nur 6,3 Stunden schien die Sonne im November 1958, dem sonnenärmsten Monat der Geschichte seit 1952..
Gewitter: 3 im November 1977; insgesamt 17 Gewitter in der Zeit 1952-2022.
8 Stürme tobten im November 1977.
Je 23 Tage mit Nebel hatte November 2011 und 27 Tage der November 2021.
-pwsd- 01.12.2022



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ZWISCHENBILANZ JAHR 2022


01. Januar 2022 bis 30. November 2022 = 334 Tage

-pwsd- 01.12.2022

ENDBILANZ HERBST 2022

Am 30. November erreichte der meteorologische Herbst sein Ende. Nach der Dürre kamen die Regenfluten!
.

Der SEPTEMBER schien in den ersten 7 Tagen zunächst die Dürre fortzusetzen. Doch dann kam eine wahre Regenflut. Am 14. und 15. September prasselten 40,9 und 32,3 mm Regen vom Himmel. Doch auch danach gab es weitere 4 Starkregentage mit über 10 mm. Der Monat verlief aber dennoch warm, u.a. mit 3 Tropentagen über 30 Grad (Maximum 31,6 °C). Die Sonne schien zwar weniger über dem Soll (174,2 statt 169 Stunden) als im bisherigen Jahr. Aber das Jahressoll von 1666 Stunden war ohnehin schon erreicht - am 9. August !!!

Der OKTOBER schien die Regenflut fortsetzen zu wollen, als es gleich am ersten Tag 25,6 mm schüttete! Aber im weiteren Verlauf war es nicht mehr so schlimm, obwohl er am Ende auch einen Regenüberschuss hatte. Ungewöhnlich warm verlief der 2. Herbstmonat: Er war der zweitwärmste Oktober seit Aufzeichnungsbeginn 1952! Die Sonne schien wieder über ihrem Soll, besonders in den letzten Tagen, die auch außergewöhnlich warm ausfielen.

Der NOVEMBER (s.o.) war zu warm, besonders bis zum 18. mit einem T-Mittel von 8,8 °C und 18 Tagen über 10 Grad. Nach einem Absturz von 2 Tagen begann eine wesentlich kühlere Periode bis zum Ende, aber trotzdem noch zu warm. Am 19. fiel der erste Schnee (Solltag 15. November). Der erste Frost hatte eine größere Verspätung: 13. November (Solltag 15. Oktober). Obwohl es oft Niederschlag gab, war der November der einzige Herbstmonat mit einem Defizit.

TEMPERATUR: erheblich zu warm - v.a. wegen des extremen Oktobers.
NIEDERSCHLAG: erheblich zu nass - v.a. im extrem nassen September.
SONNE: Viel Sonne.

Nachfolgend die Daten des meteorologischen Herbst 2022 (91) Tage).
Die Klammerwerte sind die Sollzahlen der Vergleichsperiode 1961-1990.

-pwsd- 01.12.2022

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@pwsdsw



ACHTUNG ! Wer sich für die geografischen Daten des Standorts der Wetterstation interessiert: Die sind ab jetzt auf S.4 (... Wettergeräte) zu sehen.

Serie: DER KLIMAWANDEL - Teil 30: DIE DÜRRE 2015


Das Thema "Klimawandel" rast derzeit wie ein Lauffeuer um die Welt ! Was ist daran wahr ? Findet eine globale Hysterie statt ? Kann der Mensch denn wirklich das Klima dieser Erde (alleine) verändern ? Diesen Fragen soll nun nachgegangen werden und Beweise aus dem lokalen Klimaraum dargestellt werden. Dies wird nun in einer Serie kleiner Berichte geschehen.

Herausragendes Thema dieses Jahres ist die anhaltende Dürre im Verlauf des bisherigen Jahres 2015. Seit dem Februar 2015 dauert nun die markante Trockenheit an. Inzwischen ist es Juli geworden. Medien berichten von der größten Dürre seit fast 40 Jahren. Tatsächlich war es auch hier seit 1976, also seit 39 Jahren, nicht mehr so trocken. Das Jahr 2015 ist freilich noch lange nicht zu Ende. Unkenrufe behaupten gar, dass uns ein Klima wie in der Sahara bevorsteht. Das ist natürlich haushoch übertrieben! Die besondere Stellung des bisherigen Jahres 2015 soll nun nachfolgend untersucht werden:



In den folgenden Berichten werden weitere Fakten des Klimawandels analysiert !

-pwsd- 24.07.2015

*) NACHTRAG zu "KLIMA 30" v. 24.07.2015
Juli 2015 Endsumme 43,3 mm (60 mm)/ Januar bis Juli 2015 Endsumme 246,6 mm (378 mm)
-pwsd- 31.07.2015


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